Was ist ein MX-Eintrag?

Ein MX-Eintrag ist ein Datensatz im DNS einer Domain, der angibt, welche Mailserver E-Mails für diese Domain annehmen. Jeder Eintrag nennt einen Servernamen und eine Priorität, und sendende Server versuchen den Eintrag mit der kleinsten Zahl zuerst.

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MX steht für Mail Exchanger. Wenn du eine Mail an [email protected] schickst, muss dein Mailserver herausfinden, welcher Server Post für example.de annimmt. Dafür fragt er das DNS nach den MX-Einträgen der Domain. Der Website-Server und der Mailserver einer Firma sind oft verschiedene Rechner, manchmal bei verschiedenen Anbietern.

Wie ist ein MX-Eintrag aufgebaut?

Nach RFC 1035 besteht ein MX-Eintrag aus zwei Teilen: einer Präferenz, einer Zahl zwischen 0 und 65535, und dem Namen des Mailservers. Eine Domain kann mehrere MX-Einträge haben:

example.de.  3600  IN  MX  10  mx1.example.de.
example.de.  3600  IN  MX  20  mx2.example.de.

Hier nimmt mx1 die Post an, solange er erreichbar ist. Fällt er aus, versucht der sendende Server mx2. Haben zwei Einträge dieselbe Zahl, verteilt der Absender die Mails zufällig auf beide.

Was passiert ohne MX-Eintrag?

Findet der sendende Server keinen MX-Eintrag, behandelt er nach RFC 5321 die Adresse der Domain selbst als Mailserver und versucht, über ihren A- oder AAAA-Eintrag zuzustellen. Gibt es auch den nicht, ist die Mail nicht zustellbar, und der Absender bekommt einen Bounce.

Will eine Domain ausdrücklich keine Mail empfangen, veröffentlicht sie nach RFC 7505 einen Null MX: einen einzigen MX-Eintrag mit der Präferenz 0 und einem Punkt als Servernamen. Sendende Server wissen dann sofort, dass eine Zustellung keinen Sinn hat, und versuchen es gar nicht erst.

Was verrät der MX-Eintrag bei der E-Mail-Prüfung?

Eine E-Mail-Verifizierung beginnt mit dem MX-Eintrag. Hat die Domain einen Null MX oder weder MX noch eine Adresse, kann dort keine Mail ankommen. Hat sie einen, fragt die Prüfung genau diesen Server, ob er das Postfach kennt.

Der Servername zeigt außerdem, wer die Mail der Firma betreibt. Endet er etwa auf protection.outlook.com, läuft die Mail über Microsoft 365. Das ist für die Prüfung wichtig: Microsoft beantwortet Prüfungen von außen nicht verlässlich und lehnt dabei auch echte Postfächer ab. Im kostenlosen Tool E-Mail prüfen gilt deshalb eine Ablehnung bei Domains, deren bevorzugter Mailserver zu Microsoft gehört, nur als nicht sicher prüfbar und nicht als ungültig. Nimmt der Server dagegen jede Adresse an, liegt eine Catch-all-Adresse vor.

Quellen

  1. RFC 1035, Domain Names: Implementation and Specification, Abschnitt 3.3.9 MX RDATA format, auf rfc-editor.org, Stand der Recherche: 7. November 2026
  2. RFC 5321, Simple Mail Transfer Protocol, Abschnitt 5.1 Locating the Target Host, auf rfc-editor.org, Stand der Recherche: 7. November 2026
  3. RFC 7505, A „Null MX“ No Service Resource Record for Domains That Accept No Mail, auf rfc-editor.org, Stand der Recherche: 7. November 2026

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Datenquellen und Anwendungsfälle