Was ist E-Mail-Verifizierung?
E-Mail-Verifizierung ist die Prüfung, ob eine E-Mail-Adresse richtig aufgebaut ist und ob das Postfach dahinter tatsächlich Post annimmt, bevor du an sie schreibst. Sie prüft dazu die Schreibweise, die Mailserver der Domain und die Antwort des Servers auf genau diese Adresse.
Von David Lionel Wassilowsky, aktualisiert am
Eine Liste mit E-Mail-Adressen ist nur so gut wie die Adressen darin. Tippfehler, ausgeschiedene Mitarbeiter und geratene Adressen führen beim Versand zu Bounces. Die E-Mail-Verifizierung findet solche Adressen vorher, ohne dass du eine Mail verschickst.
Wie läuft eine Prüfung ab?
Zuerst prüft sie die Form. Eine Adresse besteht nach RFC 5322 aus einem lokalen Teil, dem @ und der Domain, und RFC 5321 begrenzt den lokalen Teil auf 64 Zeichen. Eine Adresse ohne @ oder mit einem Leerzeichen in der Domain fällt hier schon heraus.
Dann schaut sie im DNS nach dem MX-Eintrag der Domain, also nach dem Server, der die Post annimmt. Hat die Domain keinen, kann dort keine Mail ankommen.
Zuletzt fragt sie diesen Server nach der Adresse, so wie es ein sendender Server beim Versand mit dem Befehl RCPT tut. SMTP kennt zwar auch einen eigenen Befehl VRFY zum Prüfen von Adressen, doch RFC 5321 erlaubt Servern, ihn aus Sicherheitsgründen abzuschalten, und viele tun das. Entscheidend ist deshalb, ob der Server die Adresse als Empfänger annimmt oder ablehnt.
Wo stößt die Prüfung an Grenzen?
Nicht jeder Server gibt eine ehrliche Antwort. Eine Domain mit Catch-all-Adresse nimmt jede Adresse an, auch eine erfundene. Andere Server antworten nicht rechtzeitig oder blocken Prüfungen ab. Und Microsoft beantwortet Prüfungen von außen nicht verlässlich und lehnt dabei auch echte Postfächer ab. In diesen Fällen lässt sich von außen nicht feststellen, ob das Postfach existiert.
Welche Ergebnisse liefert Skael?
Das kostenlose Tool E-Mail prüfen gibt eines von drei Urteilen: gültig, wenn der Mailserver bestätigt hat, dass das Postfach Post annimmt, ungültig, wenn die Adresse formal falsch ist, als Spamfalle bekannt, eine Wegwerf-Adresse oder vom Mailserver abgelehnt wurde, und nicht sicher prüfbar in den Fällen oben, mit dem Grund darunter. Bei Domains, deren Mail über Microsoft 365 oder Outlook läuft, gilt auch eine Ablehnung nur als nicht sicher prüfbar. Dazu kommen Hinweise wie Rollenadresse, etwa info@, und Freemail.
Ein Ergebnis gilt 24 Stunden und trägt mit verified_at den Zeitpunkt der Prüfung. Für ganze Listen läuft dieselbe Prüfung als verify_email über die API, den MCP-Server oder Pipelines, mit den Feldern is_deliverable, is_catch_all, is_role, is_disposable und is_free_provider. Dort kostet jede Prüfung gleich viel, unabhängig vom Ergebnis. Kennst du nur Name und Firma, sucht der E-Mail-Finder zuerst die Adresse und zeigt sie mit ihrem Prüfstatus.
Quellen
- RFC 5321, Simple Mail Transfer Protocol, Abschnitte 3.5, 4.5.3.1 und 7.3, auf rfc-editor.org, Stand der Recherche: 7. November 2026
- RFC 5322, Internet Message Format, Abschnitt 3.4.1 Addr-Spec Specification, auf rfc-editor.org, Stand der Recherche: 7. November 2026