Was ist eine Catch-all-Adresse?

Eine Catch-all-Adresse ist ein Postfach, das alle E-Mails an eine Domain annimmt, auch an Adressen, die es dort gar nicht gibt. Für die E-Mail-Prüfung heißt das, dass der Mailserver jede Adresse bestätigt und von außen offen bleibt, ob ein bestimmtes Postfach existiert.

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Normalerweise kennt ein Mailserver die Postfächer seiner Domain genau. Schickt jemand eine Mail an eine Adresse, die es nicht gibt, lehnt der Server sie ab, und der Absender bekommt einen Bounce. Bei einer Catch-all-Einrichtung ist das anders: Der Server nimmt jede Adresse an und leitet alles, was keinem Postfach zugeordnet ist, in ein Sammelpostfach.

Wie funktioniert das technisch?

Beim Versand fragt der sendende Server über SMTP für jeden Empfänger mit dem Befehl RCPT an, ob der empfangende Server die Mail annimmt. Eine Antwort mit dem Code 250 heißt angenommen, ein Code ab 500 heißt dauerhaft abgelehnt (RFC 5321). Ein Server mit Catch-all antwortet auf jede Adresse der Domain mit 250, auch auf eine frei erfundene.

In Google Workspace richtet ein Administrator das über eine Routingregel für nicht erkannte Empfänger ein, die solche Mails an ein festgelegtes Postfach oder eine Gruppe umleitet. Andere Mail-Anbieter haben ähnliche Einstellungen.

Warum nutzen Firmen Catch-all?

Firmen wollen keine Mail verlieren. Ein Tippfehler im Namen, die Adresse einer ausgeschiedenen Mitarbeiterin oder eine alte Funktionsadresse landen so trotzdem bei jemandem. Der Nachteil: Auch Spam an zufällige Adressen kommt an, und ob eine Mail gelesen wird, hängt davon ab, ob jemand das Sammelpostfach im Blick hat.

Was bedeutet Catch-all für die E-Mail-Prüfung?

Eine E-Mail-Verifizierung fragt den Mailserver, den der MX-Eintrag der Domain nennt, nach der Adresse. Bei einer Catch-all-Domain bestätigt er jede Adresse. Ob max.muster@ oder m.muster@ das echte Postfach ist, lässt sich so von außen nicht feststellen. Die Adresse kann funktionieren, muss aber nicht.

Die Prüfung von Skael erkennt solche Domains und setzt das Feld is_catch_all. Im kostenlosen Tool E-Mail prüfen lautet das Urteil für eine sonst gültige Adresse dann nicht sicher prüfbar, mit dem Grund darunter. Auch der E-Mail-Finder zeigt eine gefundene Adresse, die sich nicht bestätigen lässt, als nicht sicher an. Für ganze Listen läuft dieselbe Prüfung als verify_email über die API.

Was du mit solchen Adressen tust, entscheidest du selbst. Viele schreiben zuerst an die Adressen, die bestätigt sind, und behalten bei Catch-all-Adressen die Bounces im Blick, bevor sie mehr davon anschreiben.

Quellen

  1. RFC 5321, Simple Mail Transfer Protocol, Abschnitte 3.3 und 4.2, auf rfc-editor.org, Stand der Recherche: 7. November 2026
  2. Google Workspace Admin-Hilfe: Falsch adressierte E-Mails in einem Catchall-Postfach erhalten, Stand der Recherche: 7. November 2026

Verwandte Begriffe

Firmendaten und geprüfte E-Mails mit Skael

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Datenquellen und Anwendungsfälle